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2004 Donau Ritt Budapest Offenburg 1400 km

Aktualisiert: 27. Feb.

Am 10.6.04 starteten wir unseren Donau Wanderritt.


Dank dem EG Beitritt Ungarns 2004 waren alle  Landkarten Makulatur. Mit dem Beitritt ist eine gewaltige Landreform Ursache, dass Felder von 5-15 km2 über Feldwege hinweg angelegt werden. Freundliche Menschen boten Hilfe und Richtung. Nicht immer korrekt, aber immer sehr hilfsbereit .


Wie gross die Felder wirklich waren, konnten wir daran erkennen, dass die Herbiziden mittels Helikopter versprüht wurden. Unsere Pferde fanden den Vogel sehr irritierend. 




Als Route wurde der Donaufahrradweg gewählt, den wir nur dort verlassen mussten, wo der Fahrradweg auf der Schnellstrasse und die Eisenbahn Wien Budapest unser ständiger Begleiter geworden wäre.  Einzig in Gör, mussten wir auf der Hauptstrasse über die Brücke, was den LKW Fahrern gar nicht genehm war, da wir eine Spur blockierten.


Das hügelige Gebiet verlangte alles von Pferd und Reiter. Dies war eine unserer längsten Etapen durch ein Naturschutzgebiet hindurch.

Auf der ehemaligen Jagdresidenz der komunistischen Bosse, wurden wir fürstlich untergebracht und verköstigt. Hier lernte ich warum Schnaps getrunken

wird in Ungarn:


Es gilt das Trinkwasser nachträglich zu desinfizieren. 

Während fast sechs Wochen vom 10.6. bis 25.7.04 waren Szaob Szolt mit Peter und seinen sich abwechselnden Begleitern, Thomas und Joe Szabo unterwegs. Sie legten dabei über 1500 km zürück. Kathi sogar ohne neu Beschlagen zu werden.

Übernachtet wurde, wo es eine Schlafgelegenheit für Pferd und Reiter gab. 


Glücklicherweise fanden wir fast immer einen Pferd- oder Bauernhof, der uns aufnahm und versorgte. Nur selten mussten wir im Freien, mit den Pferden an Bäumen festgebunden nächtigen. 


Anfangs mit Packferd Jillag unterwegs, mussten wir sie am 3. Tage zurück schicken und unser Gepäck auf die beiden Reitpferde verteilen. Die beiden Pferde hatten je ca. 14 kg persönliches Gepäck sowie 8 kg Hafer und Reiter zu tragen.


Tägliche Etapen waren je nach Gelände 30-50 km lang, das hiess 6-10 Std. im Sattel und zu Fuss. Nur untebrochen von zwei kurzen Pausen, um die Pferde zu tränken und wenn möglich Lebensmittel einzukaufen und einer 1-stündigen Rast über Mittag. Die Pferde nutzten diese zum grasen und Szolt zum schlafen. 


Natürlich galt es auch mehrmals täglich frisches Wasser zu besorgen. Wenn man Menschen die Gelegenheit gibt zu helfen, tun sie es gerne. So haben wir Reiter der Österreichischen Grenzwache kennen gelernt, die täglich mit Ihren Pferden 60 km entlang der Grenze reiten. Der Oberst besorgte uns höchstpersönlich ein Quartier für die Nacht.

Auf diesem Wege möchten wir auch all denen danken, die uns bei diesem Ritt unterstützt haben. Seien es unsere Frauen und Freunde, Sponsoren und nicht zuletzt die unzähligen Pferdefreunde, die uns bei sich aufnahmen und uns und unsere Pferde versorgten. Herzlichen Dank allen. 



Unterwegs war der Fahrradweg dann auch mal neben dem Eisenbahngleis auf einer 300 m langen Brücke. Es hat Spass gemacht. In Melk übernahm Tamas das Pferd von mir, der die Etappe durch Österreich bis Passau mitgeritten ist. Und was wäre ein Ritt quer durch Ungarn und Österreich, ohne einen Abstecher nach Pullman-City, der Western-Stadt bei Passau.


Ich nahm die Gelegenheit war, mein Western Pferd in der Schweiz zu holen, und mit diesem die restliche Strecke nach Offenburg zu reiten. Es war eine Erholung, das Pferd am losen Zügel reiten zu können.




Hier muss Tamas wieder nach Hause und Joe Szabo, der Sohn von Szolt übernimmt für Ihn.  In Herbertingen BW stoppt ein Betonmischer mitten auf der Landstrasse. Wir werden eingeladen beim Fahrer zu nächtigen. 10 Jahre später geht die Ehefrau, Szolt in Ungarn besuchen.



Jetzt ist es kein Problem mehr der Donau zu folgen, wir werden nicht mehr vom Damm runtergeschickt und kommen gut voran.





Wir erreichen die Donauquelle und reiten weiter nach Offenburg, wo wir an der Eurocheval von der VFD mit einem Sonderpreis geehrt werden.







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