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riders in the mountains

Wanderritt
Voraussetzungen 

Was „Voraussetzungen” auf dem Wanderrittt wirklich bedeuten

Voraussetzungen fürs Wanderreiten sind weder Zirkuslektionen noch Dressurübungen. Obwohl letzteres durchaus sinnvoll  sein kann, um den körper-lichen Zustand des Pferdes zu optimieren.  Es handelt sich um Mindest-anforderungen, die es Pferd und Reiter ermöglichen, sich sicher, ruhig und unabhängig durch echtes Gelände zu bewegen. 

Ohne solide Grundlagen ist das Selbstvertrauen fragil – und das Vertrauen ver-schwindet, sobald sich die Bedingungen ändern.


Es liegt in der Verantwortung des Reiters
Die Grundlagen des Wanderreitens beginnen immer beim Reiter.
Bevor er etwas vom Pferd verlangt, muss der Reiter in der Lage sein:

 
  •     unter wechselnden Bedingungen ruhig zu bleiben
  •     Situationen realistisch einzuschätzen
  •     Angst zu bewältigen, anstatt sie zu unterdrücken
  •     klare und konsequente Entscheidungen zu treffen

Ein Pferd kann sich nicht sicher fühlen, wenn der Reiter unsicher ist.

Konsequenz schafft Verlässlichkeit
Pferde lernen durch Konsequenz. Klare Erwartungen, die ruhig und ohne Emotionen wiederholt werden, schaffen Verständnis, Zuverlässigkeit, Vertrauen

Inkonsistentes Verhalten schafft Verwirrung. Verwirrung schafft Unsicherheit.
Bei den Grundlagen geht es daher nicht darum, mehr zu tun, sondern weniger zu tun – und zwar konsequent.

Ein Ziel nach dem anderen
Pferde sind einfach und konzentriert. Sie arbeiten am besten, wenn die Aufgabe klar ist und in kleinen Schritten erarbeitet wird.

Grundlegendes Prinzip der Ausbildung:
  •     ein Ziel pro Sitzung
  •     eine klare Aufforderung
  •     sofortiges Feedback

Ob Stillstehen, Abstand halten oder ein Hindernis überwinden –
Klarheit schafft Vertrauen.

Emotionale Kontrolle auf dem Wanderritt
Pferde reagieren stärker auf emotionale Veränderungen als auf körperliche Hilfen.

 
Grundlegende Fähigkeit für jeden Wanderreiter:
 
  •     die eigene Anspannung erkennen
  •     eine Pause einlegen, wenn die Emotionen hochkochen
  •     sich neu sammeln, bevor man weitermacht

Ein ruhiger Reiter sorgt für ein ruhiges Pferd.
Ein angespannter Reiter überträgt Unsicherheit.


​Gehorsam vs. Zuverlässigkeit

Gehorsam unter kontrollierten Bedingungen reicht für das Trailreiten nicht aus.
Grundlagen zielen auf Zuverlässigkeit ab
  • Das Pferd reagiert unter wechselnden Bedingungen.
  • Das Vertrauen bleibt bestehen, wenn sich die Umgebung ändert.
  • Entscheidungen werden ohne Widerstand akzeptiert.

Zuverlässigkeit entsteht durch Vertrauen – nicht durch Druck.

​Sicherheit vor Fortschritt

Auf dem Wanderritt steht Sicherheit immer an erster Stelle.
Ein Pferd, das sich unsicher fühlt, sucht selbst nach Sicherheit – oft indem es stehen bleibt, umkehrt oder vorwärts stürmt.

Grundlegende Verantwortung des Reiters:
  • Richtung und Tempi vorgeben
  • Ruhe vermitteln
  • Konsistenz vermitteln

Nur ein sicheres Pferd kann lernen und Fortschritte machen.

Zu den grundlegenden Anforderungen an ein Wanderreitpferd gehören:

 
  •  den persönlichen Raum zu respektieren
  •  auf Aufforderung ruhig stehen bleiben, ohne angebunden zu sein
  •  auf Signale warten
  •  bei Hindernissen ruhig vorwärtsgehen
  •  ohne Widerstand anhalten
  •  kein Gezappel, oder Scharren, wenn angebunden
  •  selbständig Tempo halten

Das sind keine „Kleinigkeiten”.
Sie sind die Grundlage für sicheres Wanderreiten.

Von den Grundlagen zur Praxis
Grundlagen werden nicht nur einmal trainiert.
Sie werden jeden Tag gefestigt – zu Hause, auf dem Ritt und in ungewohnten Situationen. 

Solide Grundlagen sorgen dafür, dass:
 
  •  Kurse effektiv sind
  •  Wanderritte Spaß machen
  •  mehrtägige Ausritte möglich sind, weil sich der Reiter auf seine Aufgaen konzentrieren kann

     
Erfahrung aus eigenen autonomen Langstreckenritten  
Diese Erfahrungen fließen in unsere Vorbereitung, Sicherheit und Ausbildungskonzepte ein.
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© 2026 by Peter van der Gugten

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